Was uns von Nichtvätern unterscheidet I

Zeit ist ein gutes Stichwort. Das volle Ausmaß des Kinderhabens ist vermutlich wenigen bewusst. Oftmals nimmt man die Situation als Vater einfach hin und entwickelt einen Groll. Während Kinderlose eine tolle Zeit auf diesem Planeten verbringen und unabhängig sind wie Sau, hinterlassen sie nichts von wirklichem Bestand. Was wir jungen Väter aber erleben werden und hinterlassen, ist gigantisch.

Man stelle sich vor das eigene Vaterleben besteht aus 4 Etappen.
1. Das eigene Aufwachsen und Erwachsenwerden. Das ist aufregend, aber nix, was Nichtvermehrer nicht auch haben. Mit einem kritischen Blick zurück erkennen wir aber, was noch folgen wird und was eventuell Folgen haben wird.
In der 2. Etappe: wir sehen unsere eigenen Kinder aufwachsen. Aber mal konkret formuliert bedeutet das, dass wir uns sowohl mit vollen Windeln und Bettnässen aber auch irgendwann mit unserem 13jährigen Sohn auseinander setzen werden. Auch wird unser Kind mal 20 sein und mit uns Einen heben. Schöner wird der Gedanke, wenn man sich vorstellt, dass ebenjenes Kind auf dich zukommt und sagt: Du wirst Opa.
Wow! Etappe 3 beginnt: Wir sehen unsere ENKEL aufwachsen! Wir werden nichts mehr in der Erziehung zu sagen haben. Dürfen aber beobachten wie unser Kind ein Baby bekommt und völlig verzweifelt anruft, wenn er seit 3 Monaten nicht mehr durchgeschlafen hat, weil das Neugeborene Koliken hat. Haha! Das ist dann sein Problem!! Wir kennen das schon. Wir lehnen uns zurück und erteilen nur einen weisen Rat. Irgendwann kommt dann das Kindeskind zu dir und Du steckst ihm mal einen 20er zu - nur um zu sehen, wie dein Kind mit dieser Autoritätsuntergrabung klar kommt.
Mit viel Glück erleben wir dann auch noch Etappe 4: unser Kind wird Opa. Hammer! Kaum zu glauben wie die Zeit vergeht. Grad noch volle Windel und schon wird dein Kind . Und das Unglaubliche daran ist: Dein Enkelkind wird Eltern! Logisch wie auch sonst, aber du kannst es ERLEBEN. Wie wird sich die Freude darüber wohl anfühlen? Egal ich freu mich drauf!!!
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Über den Autor
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Seit Herbst 2004 ist Andreas Gräber Vater eines sehr wilden Jungen. Als selbständiger Werbeagentur-Inhaber und Marketingberater lebt er gemeinsam mit seiner Frau in glücklicher Ehe im Süden Deutschlands.


2 Kommentare

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  1. Ich freu mich voll über Deinen Artikel. Aber ich werde auch grad melancholisch, wenn ich darüber nachdenke…

    Ich glaube nämlich…

    …meine Tochter…

    …wird niemals…

    …Großvater werden! ;-)

  2. Oha! Wie wahr. Das wird sie nicht. Aber dafür werden Vatertöchter Großmutter. Ich seh schon ein kleines Kind, das da steht: Oma Rike, machst Du mir einen Kakao! Genial!

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