Keine Angst, es geht hier nicht um Kurzsichtigkeit im reinsten Wortsinn. Ich will nur mal kurz eine Sichtweise auf “den gemeinen alleinerziehenden Vater” geraderücken.
Gerade eben ist es wieder passiert. In einem dieser unzähligen Netzwerke, denen man heutzutage angehören kann, um an der Kommunikation von hunderten Bekannten teilzunehmen, ohne dabei das Haus verlassen zu müssen. Also einer perfekten Plattform für alleinerziehende Väter!
A: “Hut ab, wie Du das machst!” -
Ich: “Was?”
A: “Na, alleinerziehender Papa. [Pause] Wieso hast Du eigentlich das Kind?”
Ja, warum eigentlich? Weil sie damals gegangen ist. Das ist die Kurzfassung. Und lang?
Weil ich mein Kind nicht einer ungewissen Zukunft überlassen wollte? Weil ich meine Pflicht tue? Weil ich meinen Teil der Elternschaft lebe? Weil ich - im Gegensatz zu meiner Ex-Frau - mein Kind großwerden sehen will? Weil ich maßgeblichen Anteil an der Erziehung, den Fortschritten - dem Erwachsenwerden meiner Tochter haben möchte?
Weil ich mein Kind liebe. Und weil ich keinen Tag von ihr getrennt sein will. Und weil ich es gut und lebbar finde, wie es derzeit läuft…





























Tja, diese Frage wird Männern sicher öfter gestellt als Frauen. Mir übrigens auch, so ziemlich jedes Mal, wenn ich neue Bekanntschaften schließe. Im allgemeinen stört mich das aber nicht, ich akzeptiere, dass mein Fall nicht der Norm entspricht und meine neuen Bekannten erst einmal überrascht. Ich habe allerdings insgesamt zwei Mal erlebt, dass mir jemand (der weder meine Kinder noch mich, noch unsere näheren Umstände näher kannte) nahelegte, meine Kinder doch zu meiner Ex zu geben, Kinder würden doch zu ihrer Mutter gehören. In solchen Fällen zitiere ich dann gern den großen Denker Dieter Nuhr: “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten”.